SĂPÂNȚA
Der fröhliche Friedhof — die Ikone als Porträt des Toten
Ab 1935 begann Stan Ioan Pătraș, Kreuze aus Eichenholz zu schnitzen, sie blau zu bemalen und in Versen daraufzuschreiben, wie der darunter Begrabene gelebt hat und gestorben ist — samt dem, was er falsch gemacht hat. Es sind über achthundert. Jedes trägt eine gemalte Szene: der Mann mit der Sense, die Frau am Webstuhl, der Lastwagen, der ihn überfuhr. Es ist der einzige Friedhof der Welt, auf dem die Ikone keinen Heiligen zeigt, sondern einen gewöhnlichen Menschen, mit demselben Ernst behandelt.
Stellplatz und Pensionen im Dorf. Der Parkplatz am Friedhof ist klein und mittags voll; im Sommer kommen Busse. Früh am Morgen ist man allein.
Aus dokumentarischen Quellen · September 2026
Das Kloster Săpânța-Peri, drei Kilometer entfernt, hat die höchste Holzkirche Rumäniens — 78 Meter — und ist frei. Der Friedhof kostet wenig, und Fotografieren ist erlaubt.
WeiterSăpânța → Sighetu Marmației → Bârsana, 45 km das Iza-Tal hinauf · ~1 Std. mit dem Wohnmobil. Durch Sighet, wo das Memorial für die Opfer des Kommunismus steht.